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Computer | Dockingstation

Langzeitpraxistest: 31.01.2021 bis heute


Anker PowerExpand Elite 13-in-1 Thunderbolt 3 Dock

Wozu eine Dockingstation?

Vor einigen Jahren waren Dockingstationen übliches Zubehör für beruflich genutzte Laptops und Notebooks. Sie bestanden meist aus einer flachen Platte mit einer Anschlussleiste in der Mitte oder hinten, wo sich die Elektronik in einem schmalen Gehäuse befand – mit den ganzen Anschlüssen, welche PCs gewöhnlich haben.

Das Notebook wurde darauf abgestellt und eingerastet. So wurde rasches Verbinden mit der stationären Peripherie sichergestellt.
Damals hatten mobile Rechner selbst noch viele Anschlüsse und Dockingstationen dienten dazu, stationäre Geräte wie Drucker, Monitor, externe Festplatten, optische Speichermedien (CD, DVD) einfach und schnell mit dem mobilen Rechner zu verbinden, wenn man vom Außeneinsatz wieder zurück ins Büro kam.

Längst gilt es als modern und schick, Notebooks möglichst leicht, klein und dünn zu bauen, so dass kaum Platz für ordentliche Anschlussbuchsen bleibt.
Ein früher übliches DVD-Laufwerk sparen sich die meisten Hersteller deshalb schon lange und die Kunden sollen ihre Daten am liebsten nur noch online transferieren. Das spart mechanische Laufwerke und Speicherkartenslots – alles soll in „Clouds”, also Rechenzentren an meist unbekannten Orten abgelegt werden, um Behörden die anlasslose Massenüberwachung zu erleichtern.

Moderne Notebooks bieten kaum Anschlüsse

Wer also ein modernes schickes flaches Notebook gekauft hat und seine Daten lokal ohne ständiges Umkopieren und Umstöpseln bearbeiten will, braucht eine Dockingstation. Die meisten flachen schicken Notebooks haben nur zwei USB-C-Anschlüsse, wovon einer auch der Stromversorgung dient. Wenn es zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse sind wie beim MacBook Air, kann das Datenkabel einer externen Thunderbolt-Festplatte gleichzeitig den Akku des Notebooks laden und das Anschlussproblem ist nicht dramatisch. Aber sobald mehrere externe USB-Festplatten gleichzeitig genutzt werden sollen, geht ohne Dockingstation oder USB-Hub nichts mehr. Speicherkartenslots vermisst man sowieso …

Ankers Dockingstation PowerExpand Elite löst das Problem

Eine Dockingstation wie die Anker PowerExpand Elite ergänzt moderne Notebooks perfekt – Anschlussmöglichkeit für mehrere externe Festplatten und die Akkus von Smartphones und Tablets können geladen werden.
Meinen guten alten D-Link DUB-H7 USB-Hub (USB-A 2.0) mit 7 Anschlüssen ersetzt die Anker PowerExpand Elite beinahe komplett und verbindet meine schnelleren externen Festplatten direkt mit dem Apple MacBook Air (Langzeitpraxistestbericht in Arbeit).

Systemvoraussetzungen

Diese vielseitige Dockingstation eignet sich für Thunderbolt 3, USB-C Generation 2, USB 3.1, 3.0 und 2.0 und ist kompatibel mit macOS und Windows 10.

Kaufvorgang

28.01.2021: Donnerstagnacht online bei Amazon bestellt. Lieferung mit Prime bis Samstagabend, sonst am Montag. Akzeptiere Angebot für einen Monat Prime gratis.
29.01.2021: Am Freitagmorgen erhalte ich die Versandbestätigung, dass meine Sendung sich auf dem Versandweg befindet und am Samstag ankommen wird.
30.01.2021: Keinerlei weitere Benachrichtigung, weder von Amazon noch DHL! Die Info der Sendungsverfolgung bei Amazon ist komplett irreführend. Man könnte denken, alles wäre schiefgegangen und man soll sich deshalb beim Transportdienstleister melden. Und wenn man den Sendungslauf von DHL anschaut sieht das so aus, als wenn die Sendung irgendwo in Rodgau zugestellt wurde, was aber nicht sein kann.
Ohne mTAN bekomme ich keinen Zugang zu meinem Paket in der Packstation, also bin ich genötigt, die App der DHL zu installieren …
31.01.2021: In Apples App Store finde ich die App „Post & DHL”, installiere sie und bekomme endlich Zugang zu meinem Paket.

Weshalb neuen USB-Hub oder Dockingstation kaufen?

Weil das MacBook Air nur zwei Anschlüsse für Geräte mit USB 3.1 oder Thunderbolt 3 hat, komme ich ohne USB-Hub nicht weit.
Meine älteren externen Speichermedien (6x HDD, 1x SSD) unterstützen den USB-Standard 3.0 und konnten am alten USB-Hub ihre Leistung gar nicht zeigen, denn mein altes Windows-Notebook bietet nur USB 2.0.
Mit der Dockingstation Anker Anker PowerExpand Elite kann ich endlich die volle Übertragungsrate meiner alten externen Festplatten nutzen.

Warum diese teure Dockingstation?

Weil auf dem Markt überwiegend Schrott angeboten wird und ich keinen auf Haltbarkeit getrimmten USB-Hub mit genügend Anschlüssen finden konnte, probiere ich nun mein Glück mit dieser Dockingstation, da ich mit Produkten von Anker bisher nur gute Erfahrungen gemacht habe.
Diesmal habe ich vor der Bestellung keine Kundenrezensionen gelesen, was ich sonst immer zuerst mache. Als ich dies vor Abholung des Pakets nachhole, habe ich eigentlich keine Lust mehr, das Paket von der DHL Packstation abzuholen, denn es gibt einige sehr negative Rezensionen.
Aber ich mache jetzt keinen Rückzieher, denn die Ware ist eh schon mit Kreditkarte bezahlt und es gibt keine Alternative …

Lieferumfang

  • Anker PowerExpand Elite 13-in-1 Thunderbolt 3 Docking Station
  • Chicony Netzteil mit 180 W (20 V/9 A)
  • Thunderbolt-3-Anschlusskabel (70 cm lang)
  • Bedienungsanleitung

Datenblatt

Modellbezeichnung: Anker PowerExpand Elite 13-in-1 Thunderbolt 3
Modellnummer: A8396

Dockingstation für USB-C-Laptops, Laden mit 85 W für Notebook/18 W für Smartphone, 4K HDMI, 1 Gbps Ethernet, Audio, USB-A Gen 1, USB-C Gen 2, SD 4.0

Abmessungen und Gewicht:
Länge × Breite × Höhe: 125,8 mm × 88,5 mm × 41,9 mm
Gewicht: 490 Gramm

Gehäusematerial: Aluminium mit schwarzen Kühlrippen

Anschlüsse:
SD-Speicherkartensteckplatz (SD 4.0 UHS-II)
microSD-Speicherkartensteckplatz (SD 4.0 UHS-II)
Audio Eingang & Ausgang
USB-C Eingang (4,5 W, 10 Gb/s)
USB-A Eingang (7,5 W, 5 Gb/s)
USB-C Eingang (18 W, 10 Gb/s)
Thunderbolt 3 Eingang (15 W, 40 Gb/s)
Thunderbolt 3 Eingang (85 W, 40 Gb/s)
3x USB-A Eingang (4,5 W, 5 Gb/s)
4K HDMI Eingang
Gigabit Ethernet Eingang

Netzadapter:
Hersteller: Chicony
180 Watt Gleichstrom-Eingangsleistung, 20 V, 9 A

Empfohlene max. Raumtemperatur: 40 °C.

Kompatible Betriebssysteme:
macOS 10.12 oder neuer
Windows 8/10
iPadOS

Praxis

Nach etwas überlegter Planung war die beste Belegung aller Steckplätze gefunden und dank Weiternutzung des guten alten D-Link DUB-H7 USB-Hub (USB-A 2.0) für drei ältere Festplatten werden die Geschwindigkeitsvorteile aller Geräte und Anschlüsse optimal genutzt. HDMI und Ethernet nutze ich nicht und kann deshalb nichts dazu schreiben. Der Audio-Anschluss ist entweder defekt oder benötigt eine spezielle Klinkenbelegung. Meinen Kopfhörern konnte ich damit noch keinerlei Töne entlocken.

Fotos

(bald, müssen zur Optimierung für die Website erst noch bearbeitet werden)

Vorteile

  • behebt den Mangel an USB-Anschlüssen moderner Notebooks
  • ideal zum Laden und Synchronisieren von Smartphones und Tablets
  • Ladestrom an USB-Buchsen genügt zum Aufladen von Apple-Geräten
  • Netzadapter mit genügend Leistung
  • keine Software oder Installation notwendig
  • USB-Anschlüsse für USB 3.1, 3.0 und 2.0
  • kompatibel mit macOS und Windows 10
  • schickes Aluminiumgehäuse mit schwarzen Kühlrippen

Nachteile

  • Kopfhörer-Klinkenanschluss ohne Funktion (defekt?)
  • für MacBook-Pro-Modelle m. Intel-CPU u. 16-Zoll-Display nicht geeignet
    (leider nur 85 Watt anstatt 96 Watt Ausgangsleistung)

Fazit

Für meine Zwecke hat sich die Anschaffung gelohnt.
Der unbrauchbare (defekte?) Audio-Klinkenanschluss stört mich nicht und dass der Ethernet-Anschluss möglicherweise nur solange aktiv ist, wie das angeschlossene Notebook nicht in Standby geht, kann mir auch egal sein. Und dass nur ein externes Display mit 60 Hz Bildwiederholfrequenz angesteuert werden kann, ist mir ebenfalls nicht wichtig. Wer wirklich mehrere Displays ansteuern will, sollte das besser direkt mit einem leistungsstarken Notebook oder PC machen, dann kann der Anker PowerExpand Elite etwas unterstützen und muss nicht die Hauptarbeit erledigen.

Alternativen

Bei meiner Recherche waren mir nur wenige andere USB-Hubs positiv aufgefallen. Die meisten davon bieten selbst auch nur zwei USB-Anschlüsse. Was soll man damit? Das belegt wieder einen der beiden MacBook-Ports und man bekommt für etwa 50–100 EUR einen USB-Anschluss und mehrere unnütze/weniger wichtige andere Anschlüsse wie Ethernet oder HDMI dazu.

Manche sind scheinbar solider gebaut, gehen trotzdem schneller kaputt oder liefern nicht genug Energie, so dass externe Festplatten und USB-Sticks unzuverlässig oder gar nicht funktionieren.

Die Testumstände der Rezensenten kann ich nicht beurteilen, aber jede negative Beurteilung muss man erstmal ernst nehmen.

Habe inzwischen das Geräteangebot bei Amazon erneut geprüft und viele Rezensionen gelesen – da vergeht einem die Kauflust. Viel Schrott!

Stichwortliste: 10 GB, Anker PowerExpand Elite