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Computer | Speicher

Langzeitpraxistest: 02.07.2021 bis heute


WD Blue SATA SSD 4 TB

Dank USB-Gehäuse am MacBook als externe SSD nutzbar

Schon lange hatten mich solche SSDs interessiert, aber da ich seit Jahren nur noch Notebooks nutze und mich nicht mit externen Gehäusen befasste, habe ich nicht schon früher interne Speichermedien als externe benutzt.
Dafür habe ich aber jetzt gleich zwei kurz hintereinander gekauft …

29.06.2021

Beim nächtlichen Stöbern im Amazon-Angebot suche und finde ich nicht nur eine externe USB-Festplatte für Backups, sondern werde auch auf externe Festplattengehäuse aufmerksam, die ebenso für SSDs geeignet sind. Weil SSDs zum Einbau in PCs generell billiger sind als externe SSDs mit USB-Schnittstelle, schaue ich gleich nach einer großen SSD aktuellster Technik zu akzeptablem Preis und werde fündig: WD Blue SATA SSD 4 TB.

12.07.2021

Erst als ich für meine Testberichte nochmal bei Amazon nach externen Festplattengehäusen schaue, entdecke ich die Variante mit Aludeckel. Dieses Modell passt noch besser zum Apple-Design und deren Elektronik schafft sogar max. 10 Gbps anstatt max. 6 Gbps wie die ABS-Kunststoffvariante.
Inzwischen habe ich entschieden, anstelle einer weiteren Festplatte noch eine SSD zu kaufen, weil ich mit dem ersten Exemplar super zufrieden bin. Da kommt mir die Preissenkung auf 386,85 EUR gerade recht!

Kaufvorgang

29.06.2021

Bestelle bei Amazon: WD Blue SATA SSD 4 TB (411,82 EUR)
und dazu:
UGREEN 2,5 Zoll SATA Gehäuse aus ABS-Kunststoff (16,99 EUR).
Amazon bestätigt die Bestellung, nennt als Lieferdatum Sa., 03.07.2021.
30.06.2021: Amazons Versandbestätigung Lieferdatum Fr., 02.07.2021.
02.07.2021: DHL hat Amazons Ankündigung in die Tat umgesetzt.

12.07.2021

Bestelle bei Amazon: WD Blue SATA SSD 4 TB (386,85 EUR)
und dazu:
UGREEN 2,5 Zoll SATA Gehäuse aus ABS und Aluminium (22,09 EUR).
13.07.2021: Amazons Versandbestätigung Lieferdatum Fr., 14.07.2021.
14.07.2021: DHL hat Amazons Ankündigung in die Tat umgesetzt.

Lieferumfang

Western Digital Blue SATA SSD 4 TB

Datenblatt

Produktspezifikationen laut Hersteller

WD Blue SATA SSD 4 TB

Modell

WD Blue SSD im 2,5-Zoll-Gehäuse (Bauhöhe: 7 mm)
Modellnummer: WDS400T2B0A
Auch erhältlich mit: 2 TB, 1 TB, 500 GB, 250 GB

Schnittstelle

SATA III 6 GBit/s

Leistung

Sequenzielle Lesevorgänge mit bis zu 560 MB/s
Sequenzielle Schreibvorgänge mit bis zu 530 MB/s
Zufällige Lesevorgänge mit bis zu 95.000 IOPS
Zufällige Schreibvorgänge mit bis zu 82.000 IOPS
Dauerhaltbarkeit: 600 TBW

Stromversorgung

Aktive Leistungsaufnahme im Durchschnitt: 60 mW
Max. Lesebetrieb: 3.000 mW
Max. Schreibbetrieb: 3.800 mW
Schlummern: 56 mW
DevSlp: 5–12 mW

Zuverlässigkeit

MTTF: bis zu 1,75 Mio. Stunden

Betriebsbedingungen

Betriebstemperatur: 0 °C bis 70 °C
Temperatur bei Nichtbetrieb: -55 °C bis 85 °C
Vibration (in Betrieb): 5,0 G rms, 10–2.000 Hz
Vibration (bei Nichtbetrieb): 4,9 G rms, 7–800 Hz
Stöße: 1.500 G bei 0,5 ms Halbsinus
Zertifizierungen: FCC, UL, TÜV, KC, BSMI, VCCI, Marokko
Garantie: 5 Jahre

Abmessungen & Gewicht

100,2 mm × 69,85 mm × 7,00 mm
57,9 g

Praxis

Externes Gehäuse

Da ich diese beiden SSDs an einem Apple MacBook Air (2020) betreiben möchte, habe ich dafür externe USB-Gehäuse gekauft. Die Inbetriebnahme ist ganz einfach: vorsichtig ins externe Gehäuse schieben, Deckel schließen und per Thunderbolt- oder USB-C-Kabel mit Dockingstation oder MacBook verbinden. Wer in seinem Rechner Platz für eine weitere 2,5-Zoll-Festplatte hat, kann die SSD direkt einbauen. Wenn diese SSD als Backup-Medium gedacht ist, empfiehlt sich die Lösung mit externem Gehäuse auch dann, wenn Sie in Ihrem Rechner (PC/Mac/Notebook) noch einen Platz frei haben. Denn eine jederzeit verbundene SSD/Festplatte ist nicht vor Verschlüsselungstrojanern (sogenannter „Ransomware”) sicher.

Ich verwende eine der beiden SSDs als ständiges Speichermedium und die zweite wird als Backup-Medium nur bei Bedarf angeschlossen.

Windows-Nutzer

… schließen die Festplatte einfach an und vergeben zur Unterscheidung und weil sonst vielleicht ein kryptischer langer Name angezeigt wird, nur einen schöneren Namen. Ich gebe meinen Festplatten immer ihre korrekte Bezeichnung als Namen inkl. Festplattenkapazität (am Ende). Das ist übersichtlicher, da man mit der Zeit einige Speichergeräte ansammelt oder zumindest vorübergehend anschließen wird und Verwechslung dramatisch enden kann.

Mac-Nutzer

… wenn die Festplatte nicht zum Datenaustausch über Betriebssystemgrenzen hinweg verwendet werden soll, diese also nur im „Apple-Universum” genutzt wird, verbinden Sie die Festplatte mit Ihrem Mac und wählen im Finder:
Gehe zu/Festplattendienstprogramm. Neue noch nicht für macOS formatierte Festplatten/SSDs wurden mir bisher in der linken Spalte immer ganz oben mit ihren technischen „kryptischen” Namen angezeigt.
Also anklicken, damit das Festplattendienstprogramm die Daten dieses Speichers anzeigt und ganz genau schauen, ob es wirklich der richtige Speicher ist, der im Folgenden neu formatiert, also „plattgemacht” wird!

In der zum Testzeitpunkt verwendeten macOS-Version 11.4 (Big Sur) muss nun aus dem Menü oben „Löschen” gewählt werden, danach kann ich der Festplatte einen Namen geben und das Dateiformat wählen.

Empfohlene Dateiformate (Mac)

Betrieb als Speicherablage

APFS-Volume • APFS (Groß-/Kleinschreibung, verschlüsselt)
Bequeme Verwendung der Festplattenverschlüsselung.

Nutzen Sie einen guten Passworttresor wie Strongbox oder einfach nur den Schlüsselbund von Apple? Dann generieren Sie ein sicheres langes Passwort und legen es dort ab. Ich verwalte meine Passwörter mittels Strongbox und hinterlege die für Festplatten zusätzlich in Apples Schlüsselbund, wodurch Festplatten nach Ersteinrichtung vollautomatisch entschlüsselt werden, sobald Zugriff vom entsperrten MacBook erforderlich ist. Wer Apple nicht vertraut, nutzt einen Passworttresor, das ist nur ein Arbeitsschritt mehr.

Betrieb als „Zeitmaschine”

Mac OS Extended (Groß-/Kleinschreibung, journaled, verschlüsselt)
Das von Apple dringend empfohlene Dateiformat für „Time Machine”
(automatische Sicherung im Hintergrund).

Tipp: mehrere Sicherungsmedien

Verlassen Sie sich auf keinen Fall nur auf die Sicherungen einer „SSD als Zeitmaschine”. Speichern Sie unentbehrliche Daten zusätzlich auf mehreren anderen Medien, z. B. verschlüsselt auf einer externen SSD und einem USB-Stick oder einer SD-Karte, die sie beide zuhause oder in einem Bankschließfach deponieren (sicher vor Feuer oder Wasserschäden).

Schutz vor Erpressungstrojanern

Sichern Sie zusätzlich alle unwiderbringlichen Daten regelmäßig auf einer anderen externen Festplatte (oder SSD), die nach Möglichkeit nicht permanent am Rechner angestöpselt bleibt.

Ransomware (Erpressungstrojaner) gibt es längst auch für macOS, daher ist eine nicht permanent angeschlossene Sicherungsfestplatte/SSD wichtig!

Fotos

Foto: WD Blue SATA SSD 4 TB Oberseite

Foto: WD Blue SATA SSD 4 TB Oberseite

Foto: WD Blue SATA SSD 4 TB, Rückseite mit Label (Made in Malaysia)

Foto: Unterseite der WD Blue 3D NAND 2,5 Zoll SATA SSD Made in Malaysia

Foto: WD Blue SATA SSD 4 TB, Rückseite (Made in China)

Foto: WD Blue SATA SSD 4 TB Unterseite, Label (Made in China)

Vorteile

  • keine beweglichen Teile, daher gegen Erschütterungen unempfindlich
  • niedriger Energiebedarf
  • hohe Lesegeschwindigkeit
  • hohe Schreibgeschwindigkeit
  • hohe Zuverlässigkeit
  • faires Preis-/Leistungsverhältnis
  • 5 Jahre Garantie

Nachteile

  • keine Auffäligkeiten

Fazit

Sehr empfehlenswert!
Ich bin mit dieser Lösung sehr zufrieden. Die Geschwindigkeit ist super!
Übrigens: diese Website (200 MB) ist innerhalb 10 Sekunden gesichert!

Sobald ich wieder Bedarf habe, kaufe ich erneut dieses Modell.

Alternativen

Auch erhältlich mit: 2 TB, 1 TB, 500 GB, 250 GB

Stichwortliste: 10 GB, WD Blue SATA SSD 4TB