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Computer | Peripherie

Langzeitpraxistest: 06.06.–24.10.2020


AmazonBasics USB-3.1-Hub

Nutzen eines USB-Hubs

Ein USB-Verteiler wie der AmazonBasics USB-Hub vom Typ USB-A 3.1 mit 10 Anschlüssen und Netzadapter ist eigentlich ideal zum Aufladen und Synchronisieren von Smartphones und Tablets.
Dieser USB-Hub sollte meinen guten alten D-Link DUB-H7 USB-Hub (USB-A 2.0) mit 7 Anschlüssen ersetzen und verband meine externen Festplatten über ein Adapterkabel von Apple (USB-C auf USB-A) mit meinem neuen Apple MacBook Air (Langzeitpraxistestbericht in Arbeit).

Kompatibilität

Der vielseitige Hub von AmazonBasics eignet sich für USB 3.1, 3.0 und 2.0 und ist kompatibel mit macOS und Windows 10.

Warnung

Als der USB-Chip dieses Hubs nach knapp über vier Monaten Betrieb den Hitzetod starb, ging damit auch das Filesystem meiner Time-Machine-Backup-Festplatte „über den Jordan”. Mit den Bordmitteln von macOS (Festplattendienstprogramm) ließ sich die als Time-Machine-Festplatte konfigurierte USB-Festplatte Western Digital Elements Portable nicht mehr ansprechen. Es blieb keine andere Wahl als Neuformatierung mit Verschlüsselung als Time-Machine-Medium.

Wäre dieser Testbericht nicht bereits fast fertig gewesen, hätte ich ihn einfach gelöscht. Ich entschied mich aber, ihn als Warnung zur sehr sorgfältigen Auswahl eines USB-Hubs fertigzuschreiben und stehenzulassen …

Bestellvorgang

04.06.2020: Am Donnerstagabend online bei Amazon bestellt. Lieferung angeblich am Montag, 08.06. spätestens bis zum Abend.
05.06.2020: Am Freitagmittag erhalte ich die Versandbestätigung, dass meine Sendung sich auf dem Versandweg befindet und am Montag ankommen wird.
06.06.2020: Am Samstagmorgen erhalte ich eine E-Mail, dass die Sendung heute zugestellt wird. Am frühen Nachmittag gibt der Amazon-Zusteller die Sendung bei einem Nachbarn ab, worüber ich ebenfalls per E-Mail informiert werde.

Weshalb einen neuen USB-Hub kaufen?

Weil das MacBook Air nur zwei Anschlüsse für Geräte mit USB 3.1 (Thunderbolt 3) hat, komme ich ohne USB-Hub nicht weit.
Meine vorhandenen externen Speichermedien (6x HDD, 1x SSD) unterstützen alle den USB-Standard 3.0 und konnten am alten USB-Hub ihre Leistung gar nicht zeigen, aber das alte Windows-Notebook kann sowieso nur USB 2.0.
Das neue MacBook Air war also der Grund für den Austausch des USB-Hubs. Damit kann endlich die volle Übertragungsrate ausgeschöpft werden.

Warum dieser USB-Hub?

Ich habe die Angebote verglichen und dieses Gerät hat ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis und recht gute Bewertungen von Kunden bekommen.
Die meisten anderen Geräte bieten nur USB 3.0 und haben ein schwaches Netzteil.
Diesen 10-fach-USB-Hub gibt es in schwarz und silber. Ich habe die Farbe silber gewählt, weil das besser zu den anderen Geräten und dem weißen Tisch passt.

Der Preis: 53,99 EUR. Für einen aktiven Verteiler angemessen.

Kartoninhalt/Lieferumfang

  • AmazonBasics USB-3.1-Hub mit 10 USB-A-Anschlüssen: 7x USB 3.1 + 3x USB 2.0 als Schnellladeanschlüsse
    (max. 2,4 A m. BC-1.2-kompatiblen Geräten), die auch zur Datenübertragung verwendet werden können
  • Chicony Netzadapter mit 65 W (20 V/3,25 A)
  • USB-Anschlusskabel mit USB-A-Stecker zum Anschluss ans Notebook (auch Variante mit USB-C erhältlich)

Jetzt packe ich aus!

Bild 1: Amazons Versandkarton eben gerade geöffnet, kommt zuerst das USB-Verteilerkästchen zum Vorschein

Bild 1: Amazons Versandkarton eben gerade geöffnet, kommt zuerst das USB-Verteilerkästchen zum Vorschein

Bild 2: Nach Abheben des USB-Verteilerkästchens mit der Pappe ist der wichtige Rest zu sehen: Kabel und Netzteil

Bild 2: Nach Abheben des USB-Verteilerkästchens mit der Pappe ist der wichtige Rest zu sehen: Kabel und Netzteil

Bild 3: im Einzelnen sind das ein USB-Kabel zur Verbindung von Computer und Hub, Stromkabel und Netzteil

Bild 3: im Einzelnen sind das ein USB-Kabel zur Verbindung von Computer und Hub, Stromkabel und Netzteil

Bild 4: ohne Folie. Das Chicony-Netzteil ist solide und leistungsstark. Leider trifft das nicht auf die Elektronik im Hub zu

Bild 4: ohne Folie. Das Chicony-Netzteil ist solide und leistungsstark. Leider trifft das nicht auf die Elektronik im Hub zu

Bild 5: Plattensammlung verkabelt. Nicht schön, aber wegen der starren kurzen Anschlusskabel der Porsche Design-Festplatten kaum anders machbar

Bild 5: Plattensammlung verkabelt. Nicht schön, aber wegen der starren kurzen Anschlusskabel der Porsche Design-Festplatten kaum anders machbar

Bild 6: nochmal aus der Frosch-Perspektive

Bild 6: nochmal aus der Frosch-Perspektive

Technische Daten

Abmessungen des Hubs:
145 x 44 x 23 mm

Material:
Kunststoffgehäuse, silberfarben (Oberseite schwarz, auch komplett schwarz erhältlich)

Anschlüsse:
7x USB-A 3.1 mit bis zu 5 GBit/s
3x USB-A 2.0 als Schnellladeanschluss jeweils bis zu 2,4 A mit BC-1.2-kompatiblen Geräten, auch Datenübertragung möglich

Netzadapter:
Hersteller: Chicony
65 W, 20 V, 3,25 A

Aufstellung/Einrichtung/Konfiguration

Eigentlich kann man hierbei nichts falsch machen, könnte man denken …
Das stimmt, solange Sie nur eine oder zwei externe Festplatten oder anderen stromhungrigen Geräte anschließen möchten.
Denn jeder der sieben Anschlüsse für USB 3.1 liefert max. 900 mW und manche externe USB-Festplatte ohne eigenes Netzteil will das als Minimum.

Ich habe bei der Auswahl meiner externen USB-Festplatten immer auf Leistungsaufnahme/Energieverbrauch/Wärmeentwicklung geachtet und lieber nicht die schnellste, sondern leiseste und kühl bleibende Festplatte gewählt. Dafür lese ich die Tests im Computermagazin c‛t.

Praktische Erfahrung seit 06.06.2020 bis 24.10.2020

Anfangs funktionierte alles sehr gut und ich war sehr zufrieden mit diesem neuen USB-Verteilerkästchen.
Aber da dieses Kästchen aus Kunststoff ist und die Wärme schlecht ableitet, wird es der Elektronik in solch einem USB-Hub gelegentlich zu warm.
Das führt dann zum schleichenden oder plötzlichen Hitzetod. Also vielleicht schon ein Konstruktionsfehler, das nicht im Metallgehäuse anzubieten?

Jedenfalls fand ich unter den vielen Rezensionen bei Amazon auch einige, welche von Defekt nach dreimonatigem Betrieb berichteten.
Vorbeugend betrieb ich meinen USB-Hub dann auch nur noch mit den drei wichtigsten Festplatten und schaute mich schon nach einem besseren USB-Hub um. Aber die anderen waren nicht besser!

Auch augenscheinlich solide USB-Verteiler im Metallgehäuse gingen laut Kundenrezensionen nach kurzer Zeit kaputt, weil deren Konstrukteure beim technischen Aufbau nicht sorgfältig genug waren.

Und dann kam, was kommen musste – auch mein Exemplar gab den Geist auf. Immerhin fast zwei Monate später als bei allen anderen Kunden.

Vorteile

  • verzehnfacht einen USB-Anschluss
  • ideal zum Laden und Synchronisieren von Smartphones und Tablets
  • Ladestrom genügt zum Aufladen von Apple-Geräten
  • Netzadapter mit genügend Leistung
  • keine Software oder Installation notwendig
  • kompaktes Design
  • geeignet für USB 3.1, 3.0 und 2.0
  • kompatibel mit macOS und Windows 10

Nachteile

  • Gehäuse aus Kunststoff schlecht für Wärmeableitung
  • nicht für mehrere stromhungrige Geräte gleichzeitig geeignet
  • Ausführung mit USB-A-Stecker 14 EUR teurer als die mit USB-C-Stecker (warum?)

Testfazit

Seit etwa vier Monaten war der AmazonBasics-USB-Hub durchgehend in Betrieb (am Netzteil, wird nicht ausgestöpselt).

Dessen Gehäuse wurde warm, aber nie bedenklich warm.
Für ein Kunststoffgehäuse normal.
Ein Aluminiumgehäuse bliebe kühl, da es die von den Chips verursachte Wärme abführen könnte.

Laut einiger Kundenrezensionen hielt der Hub nur drei Monate und war dann defekt.
Da hatte ich ja richtig Glück, dass ich ihn etwa einen Monat länger nutzen konnte.

Keine Kaufempfehlung!

Alternativen zu diesem Gerät

Bei meiner Recherche waren mir nur wenige andere USB-Hubs positiv aufgefallen.
Manche sind scheinbar solider gebaut, gehen aber schneller kaputt oder liefern nicht genug Energie, so dass externe Festplatten und USB-Sticks unzuverlässig oder gar nicht funktionieren. Die Testumstände der Rezensenten kann ich nicht beurteilen, aber jede negative Beurteilung muss man ernst nehmen.

Habe jetzt das Angebot bei Amazon erneut geprüft und Rezensionen gelesen – da vergeht einem der Kauf. Viel Schrott!
Leider ist dieser AmazonBasics USB-Hub auch nicht zuverlässiger als der Rest.
Nun bleibt mir nur noch der Apple Store, mal sehen was Apple als geeignet ansieht und in seinen eigenen Läden dazu anbietet …

Nachtrag 28.01.2021: Habe nochmal bei Amazon geschaut und fand ein interessantes Gerät von Anker: PowerExpand Elite.
Dies ist kein gewöhnlicher USB- oder Thunderbolt-Hub, sondern eine professionelle Dockingstation für rund 300 EUR:

Anker PowerExpand Elite 13-in-1 Thunderbolt 3

Docking Station für USB-C Laptops, Laden mit 85 W für Laptop, mit 18 W für Smartphone, 4K HDMI, 1 Gbps Ethernet, Audio, USB-A Gen 1, USB-C Gen 2, SD 4.0

Diese habe ich nun bestellt und werde sie testen. Meine Erfahrungen damit teile ich sehr bald mit meinen Lesern hier im Hardware-Bereich.

Vorabinfo 13.04.2021: nutze die Dockingstation von Anker bereits seit fast 2,5 Monaten! Zwar funktioniert deren Kopfhöreranschluss nicht (defekt oder nur für direktes Abhören eingesteckter SD-Karten? – noch nicht ausprobiert), aber sonst ist alles okay und sie wird auch nicht wirklich heiß. Das Alugehäuse mit schwarzen Kühlrippen ist wirkungsvoll. Bin guter Dinge, dass dieses Gerät deutlich länger als vier Monate durchhalten wird (der Langzeitpraxistest wird das dokumentieren) …

Vorabinfo 04.06.2021: Dockingstation von Anker läuft immer noch 1a.

EN Text in English …

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