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Apple iOS – geschlossenes Ökosystem

Einzig echte Alternative zu BlackBerry 10 OS

Apples Ökosystem ist dem von BlackBerry ähnlich – zur Nutzung eines iPhones und der Dienste des Herstellers benötigt man eine Apple-ID, muss sich also beim Hersteller als Kunde registrieren. Datensicherung und Synchronisierung der Smartphone-Inhalte mit dem lokalen Rechner war früher nur per USB-Kabel über iTunes möglich, einer Desktopsoftware ähnlich BlackBerry Link. Update: mit der macOS-Version Catalina wurde das Backup-Menü von iTunes 1:1 in den Finder von macOS Catalina übernommen. Warum nicht gleich so!? Musik und Fotos werden endlich direkt mit den Desktop-Programmen „Musik” und „Fotos” abgeglichen.
Nur Windows-Nutzer müssen sich weiter mit iTunes herumplagen, wenn sie nicht bereit sind, etwas Geld in eine externe kostenpflichtige Lösung zu investieren.

Icon: Glühbirne zur Ankündigung eines TippsEine kostenpflichtige Lösung und hervorragende Alternative zu iTunes ist iMazing von DigiDNA, welche es für macOS und MS-Windows gibt.

Datensicherung lokal oder wolkig

Persönliche Daten und Software des iPhones werden per USB-Kabel oder WLAN mit PC, Notebook oder Apple-Rechner abgeglichen oder drahtlos mit Apples iCloud synchronisiert (auf Wunsch automatisch nach Anschluss ans Ladegerät per WLAN über Nacht). Apples iCloud läuft in Rechenzentren von Amazon und Google.

Bequemer ist die drahtlose Datensicherung in Apples iCloud. Gewerbliche Nutzer und auch Privatleute, welche die Privatsphäre ihrer gespeicherten Kontakte schützen möchten nutzen für die Datensicherung nur den lokalen Rechner!

Kein USB-Massenspeichermodus wie von Android gewohnt

iOS bietet keinen freien Zugriff auf das Dateisystem und deshalb auch keinen USB-Massenspeichermodus wie Android, mit dem Sie per Kabel vom PC auf den Smartphone-Speicher zugreifen könnten. Wer die bis hierhin aufgezählten Einschränkungen nicht akzeptieren kann oder einen Linux-Rechner nutzt, sollte sich kein iPhone zulegen. Ich war anfangs skeptisch, weil man von der Zuverlässigkeit der Synchronisationssoftware abhängig ist, die es nur für Windows und macOS gibt. Aber die Software iMazing ist auf Windows und macOS absolut zuverlässig und alles läuft reibungslos. Es lohnt sich wirklich, eine Softwarelizenz dafür zu kaufen!
Linux-Nutzer sind leider außen vor, da es keine Synchronisationssoftware zum Sichern des iPhones für Linux gibt.

Seit iOS-Version 12.3 „Dateien”-App mit eigenen Ordnern

Dateiverwaltung: MS-Windows hat den Datei-Explorer und macOS den Finder.
Am 19.09.2017 bekamen iPhone und iPad mit dem Update auf iOS 11 eine App namens Dateien.
Anfangs habe ich nicht gewusst, wie diese Dateien-App bedient wird und monatelang nicht die Möglichkeit gefunden, eigene Ordner anzulegen, umzubenennen oder zu verschieben. Es sah nur so aus, als ob man nur die drei bereits vorhandenen Speicherorte benutzen darf. Aber das ging wohl nicht nur mir so …
Inzwischen bin ich sehr zufrieden mit „Dateien” und habe mir eine Dateistruktur angelegt mit Ordnern wie auf dem MacBook Air und vorher mit Windows 7 Pro.

iCloud: Transportverschlüsselung immer noch nicht gut

05.08.2016: Die Onlineverbindung zur iCloud (icloud.com) bot bisher miserable Transportverschlüsselung. Das hat sich jetzt stark gebessert. Prüfen Sie selbst mit dem SSL Server Test (Rating „A+” wäre perfekt, es reichte aber nur für „B”).
17.05.2019: Beim Überarbeiten dieses Berichts machte ich auch einen neuen SSL-Server-Test. Apple hat die Transportverschlüsselung nochmal deutlich verbessert!
21.11.2020: Irgendwann danach ließ Apple auch wieder unsichere Verbindungen mit TLS 1.0 und 1.1 zu und seitdem wurde das Rating zu Recht auf „B” abgewertet!
Apple hat die iCloud-Schlüssel und gibt Kundendaten gegen richterlichen Beschluss heraus. Das müssen amerikanische Firmen machen (Patriot Act)!

BlackBerry (Kanada) wartet gar nicht auf richterliche Beschlüsse, sondern meldet Verdächtige aktiv an die Behörden! Tim Cook/Apple will die iCloud sicherer machen (irgendwann keine Schlüssel mehr bei Apple) und wir werden sehen, wie weit die amerikanische Regierung das toleriert. Dann könnte wirklich nur noch der Endkunde mit seinem Schlüssel an seine eigenen Daten.

Tim Cook kämpft für Privatheit und gegen Hintertüren

Apples Geschäftsführer wird von einigen großen Firmen und Entscheidern unterstützt und hat vor, die iCloud genauso abzusichern wie das iPhone.
Mit iOS-Version 8 brachte Apple die Datenverschlüsselung auf das iPhone. Die Kommunikation zwischen iPhone-Nutzern per iMessage ist Ende-zu-Ende-verschlüsselt. iMessage ist ein Messenger wie BlackBerrys BBM Enterprise (ehemals »BBM Protected«, diesen konnten aber nur Geschäftskunden über ein Systemhaus buchen, bis BlackBerry das aufgegeben hat).
Achtung: bei iMessage kommt nur so lange niemand an die Kommunikationsdaten, wie man die iCloud als Backup-Medium meidet!

Nur der Vollständigkeit halber – da gibt es doch einen großen amerikanischen Softwarehersteller, welcher im Smartphone-Markt mitmischen wollte …


Quellenangaben: Apple nutzt neben Amazon auch Googles Cloud als Datenspeicher: t3n.
Ältere Belege: Apple iCloud nutzt Amazon AWS, Google-Cloud und Microsoft Azure: ifun.de, Onlinehändler News.de.
Apple baut zweites Rechenzentrum direkt hinter der deutschen Grenze: shz.de

Stichwortliste: Apple iOS, Smartphone, Systemwechsel, Ökosystem

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