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Alternative zu BlackBerry 10 OS


Android OS, Apple iOS oder was?

Nachdem BlackBerry auf der CES in Las Vegas 2016 endlich öffentlich gemacht hatte, dass sie BlackBerry 10 aufgeben und nur noch Smartphones mit Android OS anbieten werden, schrieb ich diesen Artikel. Das Thema ist aber 2022 immer noch aktuell: zwei der ehemals vier populärsten Betriebssysteme sind noch am Markt.

Noch immer nutzen einige Geschäftsleute ein BlackBerry-Smartphone.
04.01.2022: BlackBerry hat den Service beendet (Quellenangabe).
Es soll sogar noch Nutzer von Windows-Smartphones geben …

Seit 2018 …

  • gibt es keine Sicherheits-Updates mehr von BlackBerry
  • gibt es keine Apps mehr in der BlackBerry World (endgültig geschlossen Ende 2019)
  • letzte noch gültige SSL-Zertifikate werden bald ungültig und nicht mehr verlängert

… also ist die Suche nach einer Alternative dringend geboten!

Kurzfassung des Dilemmas

BlackBerry versuchte ab 30.01.2013 mit zwei neuen Smartphones und BlackBerry 10 (BB10), den Niedergang ihrer Hardware-Sparte zu stoppen. Ohne Marketing erreicht man keine Aufmerksamkeit bei potentiellen Kunden und hat gegen Mitbewerber keine Chance. Das Ende war absehbar.
Um BlackBerry zu sanieren, wurde die Hardwaresparte ausgelagert und als Betriebssystem-Alternative Googles Android OS gewählt. Sehr verärgerter Smiley

Die ganze Geschichte

Wenn Sie Zeit und Lust/Interesse haben, lesen Sie bitte weiter …

BlackBerry 10 OS

BlackBerry versuchte ab 30.01.2013 mit zwei neuen Smartphones und BlackBerry 10 (BB10), den Niedergang ihrer Hardware-Sparte zu stoppen. Ohne Marketing hat aber kein Hersteller gegen Mitbewerber Chancen und so blieb der Erfolg aus; das endgültige Ende war absehbar. Nur hartgesottene Fans des hervorragenden Echtzeitbetriebssystems BB10 blieben der Marke treu und hofften auf positive Veränderungen der Geschäftsführung.
Der BlackBerry-Vorstand hatte jahrelang verschwiegen, dass BB10 gar nicht mehr für Smartphones verwendet werden soll!
Wir treuen Kunden fühlten uns hintergangen und verraten und brauchten jetzt dringend eine Alternative zu BlackBerry 10 OS!

Management hatte BB10 bereits 2013 aufgegeben

Nur technisch Interessierte kannten das Potential dieses Echtzeitbetriebssystems und liebten die einzigartige Benutzeroberfläche mit intuitiver Gestensteuerung. BlackBerry machte fast keine Werbung und wenn doch, dann stellte diese die Vorteile des eigenen Systems nicht deutlich genug heraus. Man bekam den Eindruck, dass BlackBerry keine Marketingabteilung hat.

So hatte BlackBerry 10 OS keine Chance auf dem Markt der wesentlich schlechteren, aber fest etablierten Konkurrenzprodukte.

BlackBerry 10 OS basiert auf dem Echtzeitbetriebssystem QNX und bietet eine genial einfache Gestensteuerung, welche den bei allen anderen Smartphone-Betriebssystemen üblichen „Home Button” (Startmenüknopf) und weitere Knöpfe als Hardware- oder Softwarelösung überflüssig macht.

Zwar hatten manche von BlackBerry mitgelieferten Anwendungen anfangs starkes Verbesserungspotential und es fehlten einige übliche Softwareschnittstellen (APIs), aber BlackBerry 10 OS ist gegen Manipulation gehärtet und lässt sich auch von schlecht programmierten Apps nicht aus dem Takt bringen. Es ist sehr genügsam und läuft auch auf älterer Hardware flott.

Ideal für den mittlerweile unbedeutenden Hardwarehersteller BlackBerry, welcher für seine Smartphone-Komponenten wegen zu kleiner Stückzahlen keine günstigen Einkaufspreise für aktuelle Hardware bekam! Deshalb gab es kein einziges BlackBerry-10-Modell mit richtig potenter Hardware, obwohl die Gerätepreise denen von Topmodellen entsprachen. Das stabile sichere Betriebssystem kombiniert mit altbewährter Hardware fand einen kleinen Kreis sicherheitsbewusster Kunden, von denen sogar jetzt noch einige ihr BlackBerry-Smartphone nutzen (inzwischen ein massives Sicherheitsrisiko!).

Auch im März 2015 rückte BlackBerry noch nicht mit der Wahrheit heraus

Im März 2015 (!) zeigte der neue Chef der Gerätesparte Ron Loucks der Fachpresse kurz einen Dummy in die Kameras – scheinbar für BlackBerry 10.
Inzwischen wissen wir, dass das Geschäft mit Google bereits 2014 eingefädelt worden war. CEO John Chen hatte dazu 2013 die ersten Schritte unternommen.
Das beste Betriebssystem aufzugeben und der Kundschaft die längst gefallene Entscheidung jahrelang zu verschweigen, hat mein Vertrauen zerstört! Sehr verärgerter Smiley

Letzte große Entlassungswelle im Februar 2016

05.02.2016: BlackBerry hat 200 überwiegend für BlackBerry 10 zuständige Angestellte entlassen! Teuflischer Smiley
Das bedeutet für deren eigenes Betriebssystem BlackBerry 10 das endgültige Aus. Wenn in Zukunft Sicherheitslücken entdeckt werden, wird sich BlackBerry schwer um deren Beseitigung kümmern können. Softwaremängel wurden auch nicht mehr behoben.

Android OS von Google

Vom sichersten Betriebssystem BlackBerry 10, dem westliche Regierungen, staatliche Institutionen und Großkonzerne vertrauen, soll man zu Android wechseln?
Dem weltgrößten Werbedienstleister, der sein Geld mit dem Verkauf von Kundendaten verdient und als Datenkrake verschrien ist, persönliche Daten anvertrauen?
Die gesammelten Daten werden von Google anonymisiert, aber das glaubt und akzeptiert nicht jeder Kunde.

Sehr beliebt und damit lohnendes Angriffsziel für Kriminelle

Bis zur Android-Version 7.1.2 gibt es eine seit 2016 bereits bekannte Sicherheitslücke, welche es jedem Android-Entwickler erlaubt, Tasteneingaben des Benutzers unbemerkt abzufangen und umzulenken und sich sogar weitere Berechtigungen zu erschleichen. Android-Smartphones und -Tablets mit dieser alten Betriebssystemversion erhalten keine Updates mehr, trotzdem sind sicher noch sehr viele in Betrieb, weil deren Besitzer die Gefahr nicht kennen oder schlicht nicht das Geld haben, sich ein neues Gerät zu kaufen, wenn das alte wegen gefährlicher Sicherheitslücken eigentlich nicht mehr ins Internet dürfte.

Schon beim Einrichten eines BlackBerry PRIV merkt man, „dass jetzt eine andere Musik spielt“: anstelle einer BlackBerry-ID wird ein Google-Konto verlangt!
Das erste Android-Smartphone von BlackBerry namens PRIV ist so schlecht verarbeitet, dass es nur ganz Hartgesottene nach dem Kauf behalten – und sich dann über die Software ärgern. Qualitätsverwöhnte BlackBerry-Kunden konnten bisher neue BlackBerry-Modelle unbesehen ordern, da es – von „Montagsgeräten“ abgesehen – keine Patzer bei der Verarbeitungsqualität gab. Aber diese vermurkste Hardware erhält nicht einmal Android 7.

Inzwischen hatte BlackBerrys Hardwarepartner TCL weitere Smartphones mit Android produziert (DTEK50/60). Dank schlechter Update-Politik und hoher Preise für Einsteigerhardware mit mäßiger Verarbeitungsqualität war der Erfolg gering und noch mehr BlackBerry-Kunden verärgert. Nach dem Touchscreen-Modell Motion kam das KEYone. Mittelmäßige Hardware zum hohen Preis. Dessen Nachfolger Key² ist ebenso teuer, die Hardware wurde leicht verbessert. Leider scheint es eine breite Serienstreuung zu geben. Die Verarbeitungsqualität der Tastatur und die Empfangsqualität soll bei manchen Geräten schlecht sein, konnte man im Forum telefon-treff.de lesen (der Artikel wurde dort inzwischen leider schon gelöscht).
Die Telekom bot das Modell nach kurzer Zeit auch nicht mehr an, vermutlich wegen negativer Kundenresonanz.

Zuletzt produzierte TCL das Key² LE – eine 200 EUR billigere Light Edition mit besserer Verarbeitungsqualität.
Dann verlor Hersteller TCL das Interesse und ließ den Vertrag mit BlackBerry auslaufen.
Inzwischen hat eine texanische Firma die Markenrechte an „BlackBerry” erworben und wollte 2021 ein BlackBerry mit Tastatur für Firmen und Behörden produzieren (daraus wird wohl nichts mehr).

Android-Smartphone von anderen Herstellern

Wesentlich leistungsfähigere Hardware gibt es ohne BlackBerry-Logo.
Auch Google härtet neue mit Android 8 oder höher ausgelieferte Smartphones zum Schutz vor Manipulation. Wenige Hersteller bieten regelmäßige  und rasche Softwareaktualisierung und nur solange sie unbedingt müssen (Google wünscht 18 Monate – selbst daran halten sich wenige Hersteller).

Auch Samsung aktualisiert nur Topmodelle so lange (neuerdings auch länger, hat dafür andere Nachteile wie Bloatware und übertriebene Energiesparfunktionen, welche Apps zu schnell brutal beenden).
Googles eigene Smartphones namens Pixel bieten seit dem Modell 6 sogar 5 Jahre Softwareupdates, aber wenig nicht erweiterbaren Speicher und nicht wechselbaren Akku.

Android-Smartphone mit LinageOS oder Linux

Gibt es, aber selbst für Profis ist das Einrichten eines alternativen Betriebssystems auf ein geeignetes Android-Smartphones eine Frickelei. Das ist nichts für Leute, die auf ein funktionierendes Mobiltelefon angewiesen sind.
Nachtrag 2021: Inzwischen gibt es Anbieter, welche funktionssichere Produkte auf Basis von Android OS & LinageOS anbieten. Siehe unten: /e/OS …

Microsoft Windows 10 Mobile

Bis Version 8.x nannte Microsoft sein erfolgloses Smartphone-Betriebssystem in Langform „Windows Phone”, inzwischen wurde es als „Windows 10 Mobile” begraben.
Wovon BlackBerrys ehemaliger Geschäftsführer Thorsten Heins noch bei seinem BlackBerry 10 OS geträumt hatte, sollte Windows Phone können: Mobile Computing.
Ein Gerät für überall. Das Smartphone als Universalcomputer. Dieses Konzept nannte Microsoft „Continuum” und konnte mehr als BlackBerrys „Blend”.
Aber auch hier wurde das Smartphone während der Nutzung als Rechner für den großen Monitor sehr warm und verbrauchte viel Energie. Journalisten, welche bereits die Vorserienmodelle Lumia 950 und 950XL testen konnten, berichteten von vielen Abstürzen und einem unfertigen, aber vielversprechenden System, dem noch die Apps fehlen. Das erinnerte ein wenig an die Anfänge von BlackBerry 10 OS (dieses Betriebssystem war superstabil, aber die Apps fehlten) …

Microsofts Konsequenz: Softwarelösungen für andere Plattformen

Apps für alle Smartphones und Tablets

Microsoft hat sich längst umorientiert und bietet seine bekannten und bewährten Softwarelösungen für fast alle Plattformen an.
Wenn zu wenig eigene Hardware verkauft wird, programmiert man eben die Software für andere Betriebssysteme und verdient damit gutes Geld!
Was bereits seit vielen Jahren mit dem Transferprotokoll Exchange ActiveSync (kurz: EAS) erfolgreich läuft, wird auf Programme wie Outlook, Word, Excel ausgeweitet und für Android OS und Apple iOS vermarktet.

/e/OS von der e-Foundation

Wer auf Privatsphäre und Datenschutz Wert legt, aber trotzdem ein Android-Smartphone nutzen möchte, ersetzt das von Google mit vielen Trackern verseuchte Android OS durch eine alternative Version. Aber nicht jede/r ist ein Nerd und bastelt sich einfach mal ein Android-Smartphone mit Linux oder LineageOS und wird mit solch einer mobilen Baustelle glücklich (auch für Profis ist das eine Frickelei).

Projekte wie /e/ in Europa sowie GrapheneOS und CalyxOS in den USA ermöglichen die Nutzung von Smartphones mit mehr Privatsphäre für alle.
Momentan ist die Geräteauswahl aber bei allen Projekten eingeschränkt.
/e/OS basiert auf LineageOS, einer Abspaltung von CyanogenMod und Android OS, ist also ein LineageOS-Fork ohne Google-Dienste.

Apple iOS – geschlossenes Ökosystem

Apples Ökosystem ist dem von BlackBerry ähnlich. Zur Aktivierung/Nutzung eines iPhones und der Dienste des Herstellers wird eine Apple-ID benötigt, man muss sich also beim Hersteller offiziell als Kunde registrieren, um in dessen „App Store” Apps kaufen und nutzen zu können.

Datensicherung und Synchronisierung der Smartphone-Inhalte mit dem lokalen Rechner war früher nur per USB-Kabel mit iTunes möglich, einer Desktopsoftware ähnlich BlackBerry Link.
Nachtrag 2020: mit der macOS-Version Catalina wurde das Backup-Menü von iTunes 1:1 in den Finder von macOS Catalina übernommen. Warum nicht gleich so!? Musik und Fotos werden nun endlich direkt mit den Desktop-Programmen „Musik” und „Fotos” abgeglichen.
Windows-Nutzer müssen sich weiter mit iTunes plagen, wenn sie nicht etwas Geld in eine externe kostenpflichtige Lösung investieren.

Datensicherung lokal oder wolkig

Persönliche Daten und Software des iPhones werden per USB-Kabel oder WLAN mit PC, Notebook oder Apple-Rechner abgeglichen oder drahtlos mit Apples iCloud synchronisiert (auf Wunsch automatisch nach Anschluss ans Ladegerät per WLAN über Nacht).

Bequemer ist die drahtlose Datensicherung in Apples iCloud. Gewerbliche Nutzer und Privatleute, welche die Privatsphäre ihrer gespeicherten Kontakte schützen möchten sichern ihre Daten ausschließlich lokal!

Apples iCloud läuft in Rechenzentren von Amazon und Google, worauf die Nachrichtendienste Zugriff haben.

Kein USB-Massenspeichermodus

iOS bietet keinen USB-Massenspeichermodus wie Android, mit dem Sie per Kabel vom PC auf den Smartphone-Speicher zugreifen können. Ich war anfangs skeptisch, weil man von der Zuverlässigkeit der Synchronisationssoftware abhängig ist, die es nur für Windows und macOS gibt.

Geniale Synchronisationssoftware vom Drittanbieter

Die Software iMazing des Drittanbieters DigiDNA läuft auf Windows und Apples macOS sehr zuverlässig. Der Kauf einer Softwarelizenz hatte sich für mich gelohnt.
Für Linux-Nutzer gibt es leider keine Software zur Datensicherung eines iPhones, daher sind iPhones für Linux-Nutzer kaum geeignet.

Seit iOS-Version 12.3 Dateiverwaltung mit eigenen Ordnern

MS-Windows hat den Datei-Explorer und macOS den Finder.
Am 19.09.2017 bekamen iPhone und iPad mit dem Update auf iOS 11 auch eine Dateiverwaltung in Form einer App namens „Dateien”.
Anfangs wusste ich nicht, wie diese Dateien-App bedient wird und monatelang nicht herausgefunden, wie eigene Ordner anzulegen, umzubenennen oder zu verschieben sind. Es sah so aus, als ob man nur die drei bereits vorhandenen Speicherorte benutzen kann. Aber da war ich nicht der Einzige …
Inzwischen komme ich mit „Dateien” zurecht und habe eine Dateistruktur wie auf dem MacBook Air angelegt.

Transportverschlüsselung der iCloud aufgeweicht

Ich nutze keine Cloud, interessiere mich aber für die Sicherheit von Webdiensten. Mit geeigneten Onlinetools lässt sich das einfach prüfen … 
05.08.2016: Die Onlineverbindung zur iCloud (icloud.com) bot bisher miserable Transportverschlüsselung. Das hat sich jetzt stark gebessert. Prüfen Sie selbst mit dem SSL Server Test (Rating „A+” wäre perfekt, es reichte aber nur für „B”).
17.05.2019: Beim Überarbeiten dieses Berichts machte ich einen neuen SSL-Server-Test. Apple hat die Transportverschlüsselung verbessert!
21.11.2020: Irgendwann später ließ Apple wieder unsichere Verbindungen mit TLS 1.0/1.1 zu. Seitdem wurde das Rating zu Recht auf „B” abgewertet!
Apple hat die iCloud-Generalschlüssel, gibt Kundendaten gegen richterlichen Beschluss heraus. Patriot Act lässt amerikanischen Firmen keine Wahl!
Dank TLS 1.0 müssen Nachrichtendienste keinen Beschluss abwarten, sondern können die Verschlüsselung brechen, falls sie ungeduldig sind …
Apropos: BlackBerry wartete nie auf richterliche Beschlüsse, sondern meldete Verdächtige immer aktiv an die Behörden (steht in deren EULA)!
25.05.2022: Beim erneuten Überarbeiten dieses Berichts machte ich einen neuen SSL-Server-Test. Apple hat die Transportverschlüsselung verbessert!

Übrigens: Kommunikation per iMessage ist Ende-zu-Ende-verschlüsselt, aber Apple verwaltet die Schlüssel (s. o.)!
Bei iMessage kommt nur so lange niemand an die Kommunikationsdaten, wie man die iCloud als Backup-Medium meidet! Grund: jeder Datensicherung wird eine Kopie des iMessage-Schlüssels beigefügt und somit den Behörden zugänglich!

2018 gab Apple Pläne zur Vollverschlüsselung der iCloud auf

Apples Geschäftsführer Tim Cook wollte die iCloud absichern wie ein iPhone (seit iOS-Version 8 werden Daten auf dem iPhone verschlüsselt).
2018: Nach einem Gespräch mit der Bundespolizei FBI wurden die Pläne zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für die iCloud aufgegeben (siehe Quellenangabe)!

Bisheriges Fazit: Apple iOS

Also hatte ich Apples iPhone 6s Plus getestet und dessen Nachfolgemodell iPhone 7 Plus mittels Vertragsverlängerung (VVL) günstig kaufen können. Danach habe ich das iPhone 8 im Apple Store gekauft. Das Jubiläums-iPhone X habe ich dank VVL günstig von der Telekom erhalten. Die Nachfolgemodelle iPhone Xs, iPhone 11 Pro Max und auch das iPhone 11 Pro habe ich online bei Apple bestellt und im Apple Store Frankfurt abgeholt.

Gut gemeint ist die böse Schwester von schlecht gemacht

Ein Blogbeitrag von Tutanota hatte mich dazu bewogen, erneut eine Alternative zu suchen …
Auch das Computermagazin c't hatte einen sehr gut recherchierten Artikel in ihrer Ausgabe 19/2021 ab Seite 14 (siehe Quellenangabe) …

Ich habe absolut nichts gegen Maßnahmen zum Schutz von Kindern!
Aber ich unterstütze keine invasive Überwachung unter dem Deckmantel von Kindeswohl. Irgendwann wird solche Technik irgendwo gegen unbescholtene Bürger eingesetzt. Selbst wenn diese Technik in Deutschland nie zum Einsatz käme: in anderen Ländern haben Staatslenker weniger Skrupel und anders Denkende sind rasch in Lebensgefahr.

Und der Gedanke, dass meine gesamten Daten durch einen Fehlalarm plötzlich gesperrt und kurz darauf alles beschlagnahmt würde und ich iPhone und Computer erst nach monatelangem Verfahren (sicher nicht in Originalzustand?) zurückbekäme …
Manche iOS-Version wie z. B. 13.x hat uns gezeigt, wie fehlerhaft Software sein kann (betrifft aber keineswegs nur Apple).

Fazit: Android OS

27.10.2021: Apple verteilt iOS 15.1 – ich teste /e/OS auf Fairphone 3+.
Selbst wenn mich /e/OS langfristig nicht begeistern sollte, kann ich immer noch Alternativen ausprobieren oder Googles Android OS installieren. Das Fairphone 3+ ist nicht verriegelt. Smiley

10.12.2021: /e/OS läuft prima und das Fairphone 3+ gefällt mir gut.
Weil zwei unverzichtbare Apps immer noch nicht für /e/OS verfügbar sind und Google-Dienste voraussetzen, wurde es heute zum Zweitgerät. Auch nervt dessen rückseitig angebrachter Fingerabdrucksensor, da er je nach Hautfeuchtigkeit unterschiedlich gut funktioniert.
Das Nachfolgemodell Fairphone 4 hat deutlich bessere technische Daten und einen zuverlässigen Fingerabdrucksensor im Einschaltknopf, der das Gerät bei Berührung mit dem richtigen Finger immer rasch entsperrt.

Mein neues Fairphone 4 läuft mit Googles Android OS 11 und das bleibt so, bis meine Hausbank ihre Banking-App für /e/OS zulässt oder zumindest bis meine Krankenkasse ihre Einreichungs-App außerhalb von Google Play anbietet. Beides wird vielleicht niemals passieren …

Das Fairphone 4 habe ich so konfiguriert, dass keine persönlichen Daten abfließen. Backups werden lokal auf verschlüsselten Datenträgern gespeichert. In meinem Langzeitpraxistest gibt es unter Software eine tabellarische Gegenüberstellung der eingesetzten Apps für iPhone und Fairphone.

Erneuter Systemwechsel bedeutet hohen Aufwand

Apple iOS – iPhone

Meine iPhones dienen als Reserve und WLAN-Hotspots, da ein Verkauf unwirtschaftlich wäre. Ein neues iPhone kommt nicht mehr in Frage.

Apple macOS – MacBook (Air)

Solange Apple ohne iCloud-Nutzung lokal nicht scannt, nutze ich macOS (meide generell jede Cloud). Das MacBook Air (2020) genügt mir nicht mehr. Die Recherche nach einem lüfterlosen leistungsstarken Notebook ergab, dass das neue MacBook Air (2022) mit M2-Chip alternativlos ist.

Aber sobald ich Infos erhalte, dass Apples Firmware (iOS/macOS) Geräte auch ohne iCloud-Nutzung lokal scannt, ist endgültig Schluss und ich wechsle zu Linux!

Gerade habe ich im Internet gelesen, dass bereits ein Linux für Apple Silicon entwickelt wird und sogar schon soweit ist, dass zumindest Entwickler damit arbeiten können (um es demnächst für gewöhnliche Endanwender/für die tägliche Arbeit tauglich zu machen).

Selbst wenn ich mein neues MacBook Air M2 verkaufen müsste:
Da sehr viele Menschen bildhaft gesprochen „ihre Seele dem Teufel (Meta-Konzern) verkauft haben” und Privatsphäre ein Fremdwort ist, bekäme ich auch nach großer Pressemeldung („Apple scannt nun eure Geräte”) für mein neues MacBook Air mit M2-Chip einen guten Preis und könnte davon ein leistungsstarkes Linux-Notebook kaufen.

Quellenangabe

Stichwortliste: AP, Android, Android OS, Apple iOS, Apple macOS, Apps, BlackBerry, BlackBerry 10, BlackBerry 10 OS, Mobile Apps, Welches Betriebssystem

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