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VPN

Abkürzung für: Virtuelles Privates Netzwerk


Unterschiedliche Nutzungsszenarien

Es gibt mehrere VPN-Varianten, manche sind eigentlich kein echtes VPN. Hier beschränke ich mich auf konventionelles VPN.

Firmen-Notebook mit Firmennetzwerk verbinden

Klassische Variante, dafür wurde diese Technik erfunden. Der Computer des extern arbeitenden Mitarbeiters (Homeoffice oder Besuch beim Kunden) verbindet sich via DSL oder Mobilfunk über einen „VPN-Tunnel” mit dem Firmennetzwerk. Stellen Sie sich vor, dass die Daten über einen geheimen Tunnel zwischen Notebook und Firmennetz transportiert werden, den andere Internetnutzer nicht sehen können.

Privates Notebook mit Heimnetzwerk verbinden

Seitdem Netzwerkspeichergeräte (engl. abgekürzter Fachbegriff: NAS) auch für Kleinstbetriebe und Privatgebrauch bezahlbar sind und DSL mit Flatrate ebenfalls, gab es auch hier Bedarf für ein VPN. Da man für den privaten Internetanschluss üblicherweise keine feste IP-Adresse hat, muss man diese extra buchen, wenn man sein Heimnetz auch von außen mit dem Smartphone oder Notebook erreichen möchte. Auch Routerhersteller wie die bekannte AVM Berlin bieten dafür Lösungen. So kann man z. B. mit dem Smartphone über die eigene Telefonanlage via IP-Protokoll kostenlose Gespräche führen, Datenflatrate vorausgesetzt.

Private Endgeräte mit VPN-Anbieter verbinden

Es gibt tatsächlich viele Anbieter, die weltweit Server angemietet (oder in eigenen Filialen dafür stehen) haben, damit sich interessierte Kunden gegen Gebühr damit verbinden und über diese weit entfernten Server mit länderspezifischen IP-Adressen im eigentlichen Internet surfen. So kann man sogenannte Geo-Sperren umgehen, welche eigentlich verhindern sollen, dass Personen aus dem Ausland z. B. einen Film sehen können, der nur national lizensiert ist.

Viele dieser Diensteanbieter (engl.: Provider) behaupten, dass man mit ihren VPN-Produkten anonym im Web surfen könne. Das ist aber nicht korrekt!
Selbst wenn es ein Anbieter ehrlich meint und wirklich nicht protokolliert, was seine Kunden im Netz treiben, werden Sie von den großen Datenkraken durch digitale Fingerabdrücke erkannt bzw. wiedererkannt. Anfangs dienten dafür nur die allseits bekannten Cookies, also kleine Textdateien, welche besuchte Seiten, den digitalen Warenkorb eines Onlineshops o. ä. speicherten.

Weil viele Internetnutzer Cookies ablehnen oder gleich nach der Internetsitzung löschen, hat die Werbeindustrie längst neue Techniken entwickelt und nutzt z. B. die Bildschirmauflösung, Browser und eingestellte Sprache etc. zur Wiedererkennung von Besuchern. Da spielt es keine Rolle, ob Sie mit der einen oder anderen IP-Adresse im Internet unterwegs sind. Außerdem vergisst mancher VPN-Nutzer vor dem Einloggen bei Google Mail oder sonstigem Dienst, sein VPN abzuschalten und wieder ganz offiziell zu surfen – spätestens dann hat der Dienst die Bestätigung, dass Sie das vorhin wirklich waren mit der abweichenden IP-Adresse

Keine Empfehlung

Auf dieser Website finden Sie viele Erfahrungsberichte von mir und wenn mir etwas gefällt, schreibe ich das. Aber ich empfehle Ihnen zur privaten Nutzung keinen VPN-Anbieter.

  • verbinden Sie Ihren PC/Mac unbedingt mit dem VPN Ihres Arbeitgebers, wenn Sie im Homeoffice arbeiten
  • nutzen Sie als Außendienstler für Ihr Notebook/MacBook/Tablet/Smartphone das VPN Ihres Arbeitgebers
  • buchen Sie sich eine feste IP-Adresse zum privaten Gebrauch, wenn Sie von überall Zugriff auf FritzBox/NAS haben möchten

Edward Snowden sagte zum Thema VPN: Das ist ein „Single Point of Failure” und meinte damit, dass es ein Riesenfehler sein kann, wenn ein VPN-Anbieter sämtliche Daten von Ihnen sieht.

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