Hardware

Mobiltelefon | Bluetooth-Headset

Langzeitpraxistest: 01.01.2012–31.10.2015


Plantronics M50

Das Bluetooth®-Headset Plantronics© M50™ ist ideal für alle, die mit ihrem Smartphone nicht nur telefonieren möchten. Streamen Sie Musik, Podcasts oder GPS-Navigationsansagen zum Headset.

Dank separatem Ein-/Aus-Schalter können Sie das Headset zwischendurch jederzeit abschalten und so den Akku zwischen Gesprächen schonen.
Das sorgt für besonders lange Sprech- und Standby-Zeiten.

Wind- und Hintergrundgeräusche werden für eine besonders klare Klangqualität herausgefiltert.

Sprachansagen informieren über die verbleibende Sprechzeit, den Verbindungsstatus etc.

Gesprächsannahme, -beendigung und Lautstärke können bequem über Tasten am Headset gesteuert werden.

Dank Multipoint-Technologie können zwei Bluetooth-Geräte gleichzeitig mit dem Headset genutzt werden.

Übersicht

Bestellvorgang

29.12.2011: Plantronics M50 bei Amazon.de bestellt. Der Preis: 28,00 EUR.
31.12.2011: Meine Lieblings-Packstation meldet per SMS: Paket ist da!
01.01.2012: Inbetriebnahme durch Aufladung (wie im Handbuch beschrieben: 2 h)
01.06.2012: Der Preis liegt nun bei 24,99 EUR. Super Preis-Leistungsverhältnis, Geheimtipp! Viele andere gleich teure Headsets bieten nicht die gleiche Qualität!

Nachtrag

15.03.2014: Leider wird dieses Headset schon lange nicht mehr produziert.
Weil dessen Akku fest eingebaut ist, kann ich den Kauf jetzt nicht mehr empfehlen.
Grund: bei jetzt noch angebotenen Geräten kann der Akku je nach Lagerung schon tiefentladen sein, außerdem müsste der Preis wegen des Alters deutlich unter dem Neupreis liegen, aber das Gegenteil ist der Fall - unseriöse Anbieter bieten es nun bei Amazon für über einhundert EUR an!
Das ist für ein jahrelang gelagertes Auslaufmodell mit vermutlich tiefentladenem Akku schlimmer als Wucher.

Lieferumfang

  • Bluetooth-Headset
  • Netzladekabel
  • Kfz-Ladekabel

Datenblatt

  • Headset-Gewicht: 11 Gramm
  • Abmesungen: 10,5 x 6 x 18 cm
  • Sprechzeit:   bis zu 11 Stunden
  • Bereitschaft: bis zu 11 Tage
  • Batterieart: 3,5 Volt Lithium-Ion-Polymer, wiederaufladbar, nicht austauschbar
  • Aufladung:  am Micro-USB-Anschluss für USB-Kabel oder über mitgeliefertes Ladegerät
  • Ladezeit:    2 Stunden für eine volle Aufladung   Energiebedarf: 5 Volt, 180 mA
  • Trageform: hinter dem Ohr, links oder rechts, Mikrofonbügel
  • Bluetooth-Technik: Version 3.0
  • Profile: Advanced Audio Distribution v1.2 (A2DP), Hands-free v1.6 (HFP), Headset v1.2 (HSP)
  • Reichweite: bis zu 10 Meter, Klasse II
  • Noise Cancelling-Mikrofon mit WindSmart®-Technologie reduziert Wind- und andere Hintergrundgeräusche.
  • Lager-/Betriebstemperatur: 0–40 °C.
  • Temperatur beim Aufladen: 0–40 °C.

Praxis

Handhabung

Nach dem Auspacken probierte ich gleich aus, wie ich dieses kleine Headset am einfachsten und schnellsten ans Ohr bekomme, weil das wichtig ist, wenn man das Headset nicht ständig am Ohr tragen, sondern erst beim Handyklingeln ans Ohr setzen möchte.

In der Bedienungsanleitung ist auf der vorletzten Seite illustriert, wie man den Headset-Ohrbügel zur Benutzung am linken oder rechten Ohr umstellt.
Das funktioniert bei diesem Modell sehr einfach und man braucht keine Angst haben, dabei etwas abzubrechen, denn der Bügel ist über ein drehbares Gelenk stabil am Gehäuse befestigt.

Tragekomfort

Der Tragekomfort ist sehr gut. Das Headset lässt sich schnell und sicher am Ohr ansetzen, dabei ist der stabile umklappbare farblose Haltebügel aus Kunststoff sehr hilfreich. Mit 11 Gramm ist das Headset so leicht, dass man es nicht dauernd absetzen muss.

Es ist kein In-Ohr-System, liegt nicht großflächig auf der Ohrmuschel auf. Die Schallführung aus Silikon liegt locker und ohne Druck außen auf dem Gehörgang auf.
Das ist die angenehmste Trageform, welche für jeden Menschen passen dürfte.

Klangqualität: Wiedergabe auf der eigenen Seite

Rauschfrei, sehr gut.
Lautstärke ist in fünf Stufen einstellbar, von leise bis sehr laut.

Klangqualität: Wiedergabe bei der Gegenstelle

Inzwischen habe ich schon viele Stunden mit diesem Headset telefoniert und selten hat sich jemand über schlechten Klang beklagt oder mich nicht gut verstanden. Ausnahmen passierten zu der Zeit, als ich noch im Telefónica-Germany-Netz telefonierte und dieses völlig überlastet war.
Da gab es hin und wieder sogar Sprachaussetzer und Gesprächsabbrüche.

Manche Gesprächspartner sagten mir, dass ich zwar deutlich zu verstehen bin, aber irgendwie etwas metallisch klinge. Vielleicht meinten sie auch blechern, aber die richtige Beschreibung ist schwierig. Wenn ich das Headset abschaltete, war der Klang besser.

Das war aber nicht bei allen Gesprächen so.

Zumindest teilweise lag das vielleicht im überlasteten Mobilfunknetz, das war damals einmal Telefónica Germany und später an gleicher Stelle zur fast gleichen Uhrzeit Vodafone.

Testumgebung

Bis zum 14.02.2012 wurde dies durch Anrufe aus dem Telefónica-Germany-Netz ins Festnetz und auch innerhalb des Telefónica-Germany-Netzes festgestellt.
Vom 15.02.2012 bis 20.02.2013 nutzte ich das Mobilfunknetz von Vodafone. Dabei hatte ich im ersten halben Jahr meist einen sehr guten Empfang.
Seit 21.02.2013 telefoniere ich nur noch im Telekom-Mobilfunknetz. Dieses ist hier in meinem Wirkungskreis deutlich besser als es das Vodafone-Netz jemals war.
Die Festnetztelefone der Gesprächspartner sind sehr gute Exemplare ohne technische Mängel.

Eine Freundin, mit der ich gelegentlich auch sehr lange Telefonate führe, verwendet dafür folgende Mobiltelefone, die für ihre gute Klangqualität bekannt sind:

  • Sony Ericsson W890i  (den Vorgänger W880i hatte ich selbst auch mal lange benutzt)
  • Motorola Milestone

Während des Testzeitraums habe ich selbst mit dem Smartphone Samsung Galaxy Note und dem BlackBerry Z10 telefoniert.

Die Beurteilung der Klangqualität war ganz objektiv, denn die Angerufenen wussten weder ob ich mit Headset anrufe noch mit welchem Telefonmodell oder was dieses gekostet hat. Vorurteile oder Neid konnten die Beurteilung also nicht beeinträchtigen.

Akkuleistung

Akku nicht wechselbar = bei Akkudefekt wirtschaftlicher Totalschaden

  • Sprechzeit:   bis zu 11 Stunden
  • Bereitschaft: bis zu 11 Tage
  • Batterieart: 3,5 Volt Lithium-Ion-Polymer, wiederaufladbar, nicht austauschbar
  • Aufladung:  am Micro-USB-Anschluss für USB-Kabel oder über mitgeliefertes Ladegerät
  • Ladezeit:    2 Stunden für eine volle Aufladung
  • Energiebedarf: 5 Volt, 180 mA

Akkuprotokoll

  • 01.01.2012: 1. Aufladung, Inbetriebnahme zuhause am Ladegerät meines Samsung Galaxy Note. Der Akku war laut LED schon nach einer Stunde voll.
    Vorsichtshalber habe ich das Headset wie im Handbuch empfohlen volle zwei Stunden am Ladegerät gelassen. Um nicht mit zu vielen Ladegeräten hantieren zu müssen, nutze ich zum Aufladen zuhause das Ladegerät vom Samsung Galaxy Note.
  • 30.01.2012: 2. Aufladung unterwegs am just mobile Gum Pro PP-08 Mobile Akku Pack.
    Der Akku war beinahe leer; hatte gegen 18:10 Uhr 2x hintereinander mit »Battery low!« gewarnt. Ladezeit: 1:00 h.
  • 18.02.2012: 3. Akkuladung zuhause am Ladegerät meines Samsung Galaxy Note.
    Der Akku war beinahe leer. Ladezeit: 1:00 h.
  • 07.03.2012: 4. Akkuladung zuhause am Ladegerät meines Samsung Galaxy Note.
    Ladezeit: 1:42 h.
  • 26.03.2012: 5. Akkuladung zuhause am Ladegerät meines Samsung Galaxy Note.
    Ladezeit: 1:42 h.
  • 16.04.2012: 6. Akkuladung Im Büro am USB-Verteiler des DELL-Monitors.
    Ladezeit: 1:42 h. Im Büro am USB-Verteiler eines DELL-Monitors.
  • 08.05.2012: 7. Akkuladung zuhause am Ladegerät meines Samsung Galaxy Note.
    Ladezeit: 1:30 h.
  • 31.05.2012: 8. Akkuladung unterwegs am just mobile Gum Pro PP-08 Mobile Akku Pack. Ladezeit: 1:30 h. Akku beinahe leer; M50 hatte nach Einschalten mehrmals mit »Battery low!« gewarnt.

Vorteile

  • zuverlässige stabile Bluetooth-Verbindung mit allen getesteten Mobiltelefonen
  • Musik, Podcasts oder GPS-Navigationsansagen zum Headset streamen
  • dank separater Ein-/Aus-Taste jederzeit abschalten um den Akku zu schonen
  • besonders lange Sprech- und Standby-Zeiten
  • Herausfilterung von Wind- und Hintergrundgeräuschen für klare Klangqualität
  • Sprachansagen für verbleibende Sprechzeit, Verbindungsstatus etc.
  • Steuerung von Gesprächsannahme, -beendigung, Lautstärke bequem über Tasten am Headset
  • dank Multipoint-Technologie gleichzeitige Nutzung zweier Bluetooth-Geräte
  • stabile Bauweise, geht bei Herunterfallen nicht gleich kaputt
  • leicht und kaum spürbar – man kann es nach langem Tragen mal vergessen
  • komfortabler Sitz am Ohr, stört nicht (ist individuell verschieden)

Nachteile

  • Ansagen nur in englisch, nicht in deutsch
  • keine Unterstützung von HD-Voice?
  • Mikrofon mit Kugelcharakteristik überträgt sämtliche Außengeräusche, daher für Verwendung im Auto weniger gut geeignet
  • bei lauten Nebengeräuschen (Rolltreppe, Bahnhofsdurchsagen etc.) funktioniert die Sprachsteuerung des Smartphones nicht immer zufriedenstellend
  • Mikrofonstummschaltung fummelig, weil dafür die winzigen Lautstärketasten [+][-] gleichzeitig gedrückt werden müssen und zu dicht beieinander liegen

Fazit

Die Tonwiedergabe auf Nutzerseite ist sehr gut, manche Gegenstelle empfand den Klang »etwas metallisch«.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit lag das an Verzerrungen bei nicht optimalem Mobilfunkempfang.

Der Tragekomfort ist sehr gut.
Das Headset lässt sich schnell und sicher am Ohr ansetzen, dabei ist der stabile umklappbare farblose Haltebügel aus Kunststoff sehr hilfreich.

Es ist kein In-Ohr-System, liegt aber auch nicht großflächig auf der Ohrmuschel auf. Die gummierte Schallführung liegt locker und ohne Druck außen auf dem Gehörgang. Das ist die angenehmste Trageform.

Weil sich kein Angerufener über schlechten Klang beschwert hat, schaue ich mich auch nicht sofort nach Ersatz um.
Es klingt wohl nur »metallisch«, wenn die Mobilfunkverbindung nicht optimal ist oder wenn mehrere Umstände zusammenkommen.
Wenn zum Beispiel der Frequenzgang des Telefons oder Headsets bei der Gegenstelle auch schon nicht optimal ist oder die Basisstation wegen drohender Überlastung auf niedrigere Sprachqualität heruntergeschaltet hat.

Testanrufe auf meinen Anrufbeantworter klangen nicht metallisch, also kann es nur am Mobilfunknetz gelegen haben, wenn ich bei einem Gespräch »metallisch geklungen habe«.

Ich würde es wieder kaufen, wenn es nicht inzwischen Besseres zum gleichen Preis gäbe.

Nachtrag 15.03.2014

Leider wird das M50 nicht mehr produziert und ist nicht mehr als Neugerät erhältlich.
Wenn doch, dann nur von Resteverkäufern, teils zu horrenden Preisen!
Achtung! Hier kann man kein Schnäppchen machen, weil der eingebaute nicht wechselbare Akku keine volle Leistung mehr bringt!
Es besteht akute Gefahr des raschen Defekts durch sehr kurze Restlebensdauer des Akkus, da eine Tiefentladung durch zu lange Lagerung wahrscheinlich ist.

Aktueller Nachfolger des Plantronics M50 ist das Modell M55.
Es hat aber eine etwas andere Bauweise, gefällt nicht jedem.
Ich persönlich würde es ausprobieren, wenn mein M50 kaputt geht. Aber das nächsthöhere Modell (siehe Alternativen) bietet bei gleichem Preis mehr Leistung.

Alternativen

  • Plantronics M70 – weiterentwickelter Nachfolger des M50 (mit HD-Voice)
  • Plantronics M90 – baugleich mit M70, aber es liegt ein USB-Kombi-Ladekabel zum Anschluss zweier Geräte an einer USB-Buchse bei
    (zum Beispiel M90 an Notebook-USB-Buchse laden und anderes USB-Gerät über gleiche Buchse mit Notebook verbinden)

Foto, v.l.n.r.: Jabra Supreme+, Plantronics M50, Plantronics M70

Foto, v. l. n. r.: Jabra Supreme+ (mit ausgeklapptem Mikrofonbügel), Plantronics M50, Plantronics M70

Foto, v.l.n.r.: Jabra Supreme+, Plantronics M50, Plantronics M70

Foto, v. l. n. r.: Jabra Supreme+ (mit ausgeklapptem Mikrofonbügel), Plantronics M50, Plantronics M70

Stichwortliste: Akku, BlackBerry, Bluetooth, Bluetooth-Headset, Festnetz, GPS, HD-Voice, Hardware, Jabra Supreme+, Kartoninhalt, Langzeitpraxistest, Lieferumfang, Mobiltelefone, Motorola Milestone, Notebook, Plantronics M50, SMS, Smartphone, Technik, Tiefentladung, USB, Verwendung